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Krämerbrücke

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Krämerbrücke

Krämerbrücke - einzigartig nördlich der Alpen und östlich des Rheines

Als wichtigstes profanes Bauwerk der Stadt dürfte wohl die Krämerbrücke gelten. 1117 nach einem Brand das erste Mal urkundlich erwähnt, brannte sie (als Holzkonstruktion) noch 6 mal nieder, bevor sie 1325 erstmals in Stein aufgeführt wurde (Bauabschluß). Der steinerne Neubau war notwendig geworden, weil der Rat der Stadt mit Recht Angst vor neuen Bränden hatte. Die Brückenkrämer zinsten zuvor an das Peterskloster, an das Marienstift, das Severistift, das Cyriakskloster, das Reglerkloster und die Klöster Reinhardsbrunn und Bürgel, die den Brückenbau finanziert hatten. Der Rat wollte die Brücke in seinen Besitz bringen, deshalb mußte eine Ablösesumme an die 7 Kirchen und Klöster gezahlt werden. Die Verhandlungen verzögerten sich. Außerdem rollte der Wagenverkehr nach wie vor über die im Bau befindliche Krämerbrücke, so daß sich der Neubau über Jahrzehnte hinzog. Nun entstanden auch zwei Brückenkopfkirchen: St. Ägidien und St. Benedikti. Die beiden Kirchen versahen ihren Dienst als Brandbarrieren so gut, daß bei dem Brückenbrand von1472, dem alle Häuser der Brücke zum Opfer fielen, die Flammen nicht auf die Stadt übergriffen.

Vor dem Brand standen auf der Brücke eingeschossige Häuser, Kräme genannt. Nach dem Brand wurden dreigeschossige Fachwerkhäuser errichtet, 62 an der Zahl, deren Breite 2,80 m nicht überschritt. 1475 konnten sie bezogen werden. Sie wurden von den Krämern sehr zurückhaltend angenommen. Erst nachdem Privilegien gewährt waren (d.h., außer auf der Krämerbrücke durfte in der ganzen Stadt mit "gehobenem Kram" nicht mehr gehandelt werden), kam wieder Leben auf die Brücke.

Nach dem 30jährigen Krieg 1648 , als der Handel total am Boden lag, konnte diese Ordnung nicht mehr aufrecht erhalten werden und das gehobene Sortiment konnte jetzt im ganzen Stadtgebiet gehandelt werden. Auf die Brücke zogen jetzt mehr und mehr Handwerker, die ihre Produkte hier anboten. Durch Zusammenlegung der Häuser, besonders im 17. und 18. Jahrhundert, finden wir jetzt noch 26 (unserem Wohnkomfort entsprechende) Häuser, die 32 Hausnummern tragen.

Text und Bild: Kleiner Erfurt-Führer, Faltblatt von Hannelore Reichenbach

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04.10.2005
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